Mitsubishi - i-MiEV

Informationen zu Mitsubishi i-MiEV

Die leise Revolution: Mit dem Mitsubishi i-MIEV bringt Mitsubishi das erste Großserien- Elektroauto auf den Markt.
Eins ist Sicher: Wird dieses Auto ein Erfolg, dann liegt es bestimmt nicht am Namen. Da schaffte es Mitsubishi, ein völlig abgasfreies Fahrzeug zu entwickeln, und welchen Namen bekommt es dann? i-MIEV. Das Kürzel für „Mitsubishi innovative Electric Vehicle“ wirkt im deutschsprachigen Raum jedenfalls so sexy und wohlriechend wie eine gebrauchte Socke. Dabei kommt mit dem 3,40 Meter kurzen Ei nichts weniger als das erste marktreife Elektrofahrzeug eines Großserienherstellers angerollt.

Noch 2012 hatte Mitsubishi verkündet, jährlich 30.000 Einheiten des EV jährlich zu bauen und so den Preis auf 15.000 Euro drücken. Drei Vorwärtsgänge gibt's im EV: "D" für volle 47 kW (67 PS) Leistung, "Eco" für nur 19 kW, dafür weniger Verbrauch und größere Reichweite, "B" für effizientere Energierückgewinnung bei Bergabfahrten. Reichweite laut Hersteller: bis zu 144 Kilometer. Mit 180 Nm Drehmoment geht es im normalen Fahrmodus in 15,9 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind 130 km/h drin. Alle Informationen zum Mitsubishi EV finden Sie auf dieser Seite. Die Ur-Angst vieler Autofans, dass Fahrspaß und E-Antrieb zusammenpassen wie Oktoberfest und Brennnesseltee, erweist sich als unbegründet.

Allerdings verschiebt sich die Wahrnehmung: Da Elektromotoren schon beim Start ihr volles Drehmoment liefern und keine Zeit durch Schaltpausen verlieren, geht der Zwerg mit seinen 180 Nm im Heck beim Ampel- Start locker in Führung.Erst bei höheren Geschwindigkeiten tut sich der wassergekühlte Synchronmotor mit dem 1.100-Kilo-Mobil schwerer, wie die Sprintmessung aus dem Stand auf Landstraßentempo in 16,2 Sekunden zeigt. Doch auch die Stadt muss sich erst an den Mitsubishi i-MIEV gewöhnen. So zucken nicht nur Radfahrer, wenn sie aus dem Hintergrund überholt werden. Um die Reichweite zu erhöhen, verfügt der Mitsubishi i-MIEV über einen zusätzlichen Eco-Modus, in dem nur 18 kW Leistung zur Verfügung stehen. Klingt nach wenig, doch die Leistung eines Brezel- Käfers aus den fünfziger Jahren erweist sich bei heutiger Verkehrsdichte in der Stadt meist als ausreichend.

Für Extra- Kilometer sorgt zudem der Motor selbst, da er beim Rollen und Bremsen zum Generator wird und den Akku lädt.  Über einen dreiphasigen Drehstromanschluss ließen sich zwar 80 Prozent der Akkukapazität in 30 Minuten nachzapfen, doch der Aufbau solcher Schnelllade-Stationen ist noch im Anfangsstadium und läuft momentan erst an. Die Unterbringung der Batterien im Fahrzeugboden spart nicht nur Platz, sie mildert auch die fahrdynamischen Tücken des Heckmotor-Konzepts. Trotzdem kann es sich das unschuldig schauende Babyface nicht verkneifen, bei Feuchtigkeit in engen Kehren auszukeilen. Bis zur Europa-Einführung soll daher noch ESP integriert werden. Mit seiner leichtgängigen Lenkung und dem ultrakleinen Wendekreis fühlt sich der Viersitzer in Innenstädten jedenfalls wohler als auf kurvigen Landstraßen.

Ohne ein Förderprogramm wie in Japan, bei dem etwa ein Drittel des Kaufpreises vom Staat zurückerstattet wird, wollen die beiden erst mal weiterhin Benziner fahren. Das dürfte Mitsubishi verschmerzen, dessen Vertrieb sich vor Anfragen kaum retten kann. Vor allem gewerbliche Kunden aus dem Bereich alternative Energien und Stromkonzerne stürzen sich bereits jetzt auf den Mitsubishi i-MIEV. Für Privatkunden wird es am Anfang daher schwierig werden, ein Exemplar zu ergattern. Gut, dass die Nachfrage nicht auch noch durch einen knackigen Namen angeheizt wird.





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